Kinder- und Jugendhilfe mit Suchtbelastungen
Ambulante Angebote
Sozialpädagogische Familienhilfe – Sucht (§ 31 SGB VIII)
- Sie sind eine Familie und wohnen in Frankfurt?
- In ihrer Familie liegt eine Suchtbelastung von stoffgebundenen oder/und stoffungebundenen Substanzen vor?
- Sie brauchen Unterstützung im Umgang mit der vorliegenden Suchtbelastung?
- Sie brauchen Unterstützung bei der Erziehung?
- Sie brauchen Hilfe bei der Bewältigung Ihrer administrativen Aufgaben und beim Umgang mit Behörden?
- Sie brauchen Begleitung bei der Entwicklung Ihrer Interessen?
- Sie brauchen Hinweise und Anregungen für Unternehmungen, die der ganzen Familie gut tun?
Dann könnte Ihnen eine sozialpädagogische Familienhilfe – Sucht helfen.
Erziehungsbeistandschaft – Sucht (§ 30, § 35 a und § 41 SGB VIII)
- Sie sind ein junger Mensch oder ein junger Volljähriger mit einer Suchtbelastung von stoffgebundenen oder/und stoffungebundenen Substanzen und leben in Frankfurt?
- Sie brauchen eine erwachsene Person, mit der Sie ihre Suchtbelastung und die damit einhergehenden Problemlagen besprechen können?
- Sie möchten sich aus dem Drogenmilieu lösen?
- Ihre Erziehungsberechtigten haben eine Suchtbelastung und sie benötigen Unterstützung in ihrem eigenen Alltag?
- Sie möchten bei den Eltern ausziehen und wünschen sich jemanden an Ihrer Seite, der Sie bei der Wohnungssuche und den ersten Schritten in der Selbstständigkeit begleitet?
- Sie brauchen Hilfe bei schulischen Problemen?
Dann könnte Ihnen eine Erziehungsbeistandschaft – Sucht helfen.
Stationäre Angebote
Verselbstständigungswohngruppen
Rahmenbedingung des Angebots Verselbstständigungswohngruppe
Das Angebot der Verselbstständigungswohngruppe der RheinMainBildung gGmbH richtet sich an junge Menschen ab etwa dem 17. bis zum ca. 21. Lebensjahr, die durch eine Suchtbelastung oder Abhängigkeitserkrankung beeinträchtigt sind. Die jungen Menschen kommen dabei aus unterschiedlichen Lebenssituationen: aus dem Elternhaus, aus einer stationären Jugendhilfeeinrichtung, aus einer Kinder- und Jugendpsychiatrie oder im Anschluss an eine Entwöhnungsbehandlung.
Die beiden Wohngruppen mit insgesamt 13 Plätzen liegen im Schönhofviertel im Frankfurter Stadtteil Bockenheim.
Zielgruppe
Die jungen Menschen weisen eine Abhängigkeitserkrankung oder eine Suchtbelastung auf (stoffgebundene Substanzen und/oder Verhaltenssüchte). Die Maßnahme richtet sich an junge Menschen,
- die über eine grundlegende intrinsische Veränderungsmotivation verfügen,
- die bereits eine Veränderung ihres Konsums vorgenommen haben,
- die einen abstinenzorientierten Willen oder einen kontrollierten Konsum aufweisen,
- und die im Rahmen einer geschützteren Wohnstruktur aktiv an ihrer Stabilisierung und weiteren Entwicklung arbeiten möchten
- die Unterstützung auf dem Weg zum eigenständigen Wohnen benötigen.
Zusätzlich müssen die jungen Menschen ihren Alltag größtenteils selbstständig bewältigen, sich selbstversorgen, sich an die Regeln des Zusammenlebens halten und eigenständig Hilfe einfordern können.
Die Betreuungsdauer richtet sich nach dem individuellen Bedarf und wird gemeinsam mit dem jeweiligen jungen Menschen, dem Jugendamt und der Einrichtung geplant.
Grundlegende Ziele der Verselbstständigungswohngruppen
Das zentrale Ziel der Verselbstständigungswohngruppen ist es, die jungen Menschen so zu fördern und zu stabilisieren, dass sie im nächsten Schritt in einen eigenen Wohnraum ziehen können. Die Wohngruppe stellt oft die letzte Stufe vor einem vollständig eigenständigen Leben dar.
Das Angebot der RheinMainBildung gGmbH unterstützt abhängigkeitserkrankte oder suchtbelastete junge Menschen aktiv in ihrer Lebenssituation, fördert sie individuell und ermöglicht ihnen eine zufriedenstellende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bzw. erhöht ihre Chancen darauf. Dabei werden sie in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt.
Der Fokus liegt auf dem Aufbau eines eigenständigen Lebens durch verschiedene Unterstützungsmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem das Einüben alltagspraktischer Fähigkeiten, das Formulieren und Erreichen von Zielen, der Aufbau von Selbstwahrnehmung, die Akzeptanz der eigenen Erkrankung bzw. Belastung sowie das Erlernen des Umgangs mit Rückfällen.
Pädagogische Kernprozesse
Es ist für uns von hoher Bedeutung, die Individualität jedes Menschen anzuerkennen. Mit Toleranz und Geduld unterstützen wir die jungen Menschen dabei, ihre Erkrankung bzw. Belastung anzunehmen und einen Weg in ein suchtmittelfreies Leben oder in ein Leben mit kontrolliertem Konsum zu finden. Jeder Mensch bringt seine eigenen Erfahrungen, Ressourcen und Bewältigungsmechanismen mit – daran knüpfen wir an, um gemeinsam neue Lösungswege für die Zukunft zu entwickeln.
Innerhalb der Wohngruppen begleiten und fördern die pädagogischen Fachkräfte die jungen Menschen im Bezugsbetreuungssystem. Jeder junge Mensch verfügt über ein eigenes Zimmer, zusätzlich stehen Gemeinschaftsräume sowie ein Büro zur Verfügung, die den nötigen Raum bieten, um die jungen Menschen sowohl im Alltag als auch beim Aufbau einer schulischen oder beruflichen Perspektive zu unterstützen. Da sich die Büros der Fachkräfte in den Wohngruppen befinden, können die jungen Menschen werktags auch in alltäglichen Situationen auf die Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte zurückgreifen. In Krisensituationen außerhalb der Präsenzarbeitszeit können sie zudem über die telefonische Rufbereitschaft Kontakt aufnehmen.
In den Wohngruppen leben zudem mehrere junge Menschen mit ähnlichen Belastungsfaktoren zusammen; dadurch haben sie die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen ihr Sozialverhalten zu festigen und auszubauen. Die Gruppendynamik und der Austausch untereinander können dabei eine wichtige Ressource und ein wertvolles Lernfeld darstellen – so lernen die jungen Menschen Klarheit und Verlässlichkeit im Zusammenleben.
Kontakt

Franziska Becker
RheinMainBildung
gemeinnützige GmbH
Ginnheimer Landstraße 11
60487 Frankfurt am Main
Telefon +49 173 749 81 53
Telefax +49 69 48 000 59-5
Anfahrt Ginnheimer Landstraße 11
So finden Sie uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
- U-Bahn: U6, U7, Haltestelle Kirchplatz, Fußweg 587 m
- U-Bahn: U6, Haltestelle Kirchplatz, Umstieg in Bus M34 Richtung Bornheim-Mitte bis Haltestelle Sophienstraße, Fußweg 168 m
